Die Konquistadoren Cortés, Pizarro und die Eroberung Amerikas
Vitus Huber, Hernán Cortés, Francisco Pizarro, Verlag C.H. Beck (Verlag)
Neue, kompakte Darstellung der spanischen Eroberer, die besonders soziale und ökonomische Aspekte herausstellt. Rezension: Der Autor - er forscht an der Harvard-University - legt den Schwerpunkt auf die Frage, warum so schnell grosse Teile Amerikas unter spanische Herrschaft gerieten, obwohl die kleine Gruppe der Konquistadoren über keine königlich-spanischen Truppen verfügten. Er betrachtet die Eroberer der "Neuen Welt" vor allem als Beutegemeinschaft und schildert ihren Alltag. Ihre Hauptantriebsgründe sieht er im Streben nach materiellem Reichtum und sozialer Besserstellung. Klar wird, dass Cortes, Pizarro und einige andere Generalkapitäne in wechselnden Rollen agierten. Mal waren sie Kriegsherren, mal Diplomaten, mal Verwalter oder Repräsentanten der Krone. Beleuchtet wird auch das unterschiedliche Verhalten der Kirchenvertreter. Hier gab es wortmächtige Beschützer der indigenen Bevölkerung, Kritiker der Konquistadoren ebenso wie Finanziers oder gar Unternehmer. Eingegangen wird zudem auf die komplizierte Situation der indigenen Bevölkerung, die sich z.T. - ausgenutzt und angeführt von den spanischen Eroberern - erbittert bekämpfte. - Gut lesbar, ergänzt durch Karten, Abbildungen und Zeittafel. (2 S)
Gedrucktes Buch, German, 2019
Originalausgabe
C. H. Beck, München, 2019