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EGON EIERMANN : haus eiermann, baden-baden

Ein Wohnhaus zu bauen, so äußerte Egon Eiermann häufig, sei eine besonders anspruchsvolle Aufgabe für. Für ihn selbst war es jedes Mal eine immense Herausforderung, zwischen seinen eigenen Vorstellungen und den persönlichen Wünschen des Bauherrn einen für beide Seiten befriedigenden Weg zu finden. Auch wenn er sich in den dreißiger Jahren gerade mit seinen Berliner Einfamilienhäusern fern des offiziellen Geschmacks einen Namen gemacht hatte, tat er sich später schwer, Aufträge für diese Bauaufgabe anzunehmen, als in der Wirtschaftswunderzeit zahlreiche Bauwillige bei ihm vorstellig wurden. Zwei Projekte, zu denen er sich hatte breitschlagen lassen, wollte er nach Veränderungen durch die Bauherren nicht mehr als eigenhändige Werke sehen. Allein das repräsentative Haus Hardenberg in Baden-Baden befriedigte ihn, vor allem aber sein eigenes Haus, das er sich 1959?62 ebenfalls in Baden-Baden errichtete und bis zu seinem Tod 1970 bewohnte.00Der Nachlass von Eiermann, der im saai, dem Archiv für Architektur und Ingenieurbau am Karlsruher Institut für Technologie (KIT), verwahrt wird, lieferte für diesen Band die historischen Zeichnungen und Photographien. Die Aufnahmen stammen in erster Linie von Horstheinz Neuendorff, der als Architekturphotograph mit dem Architekten freundschaftlich verbunden war und ebenfalls in Baden-Baden lebte. Seit den frühen sechziger Jahren hielt dieser im Auftrag von Eiermann dessen Neubauten in Schwarzweißphotos von hohem künstlerischem Anspruch fest. Farbaufnahmen des heutigen Zustands wurden von Olaf Becker aus München neu angefertigt. Gerhard Kabierske ist Kunsthistoriker mit Schwerpunkt Architekturgeschichte und Denkmalpflege

Print Book, English, 2021
EDITION AXEL MENGES, [S.l.], 2021